Erweiterte Anwendungen des Shadow Imaging

Forschung am Institut für Anatomie und Zellbiologie

Ursprünglich zur Untersuchung der Synapsenphysiologie entwickelt, eröffnet die Super-Resolution Shadow Imaging (SUSHI) Methode nun vielfältige Anwendungsmöglichkeiten über die Neurobiologie hinaus, z. B. in Immunologie, Kardiologie und Krebsforschung.

So erlaubt das Shadow Imaging die Visualisierung der Interaktion von Tumorzellen mit Gehirngewebe in Mausmodellen und die Erforschung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer durch die Darstellung von Plaques und deren mikroglialer Umgebung. Da der ECS eine wichtige Barrierefunktion neben der Blut-Hirn-Schranke übernimmt, könnte ein besseres Verständnis seiner Struktur die Entwicklung von Medikamenten-Nanopartikeln und Therapieansätzen entscheidend verbessern.

Auch in klinischen Kontexten kann Shadow Imaging wertvoll sein, etwa bei frischen humanpathologischen Proben, wo positive Zellmarkierungen oft nicht möglich sind. Die Kombination mit anderen Markierungstechniken (z. B. Zelltypreportern oder Biosensoren) ermöglicht zudem die Analyse von Zellnetzwerken im anatomischen Kontext in lebenden Tieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns