Willkommen am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin Göttingen!
Unser Institut vereint wissensdurstige Grundlagenforschung, innovative Lehre und langjährige Erfahrung in der anatomischen Ausbildung. Wir widmen uns dem Verständnis des menschlichen Körpers, insbesondere seines Gehirns – von der molekularen Ebene bis zur funktionellen Anatomie – und schaffen so die Verbindung zwischen Biowissenschaft, Klinik und digitaler Zukunft.
Im Mittelpunkt unserer wissenschaftlichen Arbeit steht die Biologie der neuronalen Synapsen – jene hochdynamischen Schnittstellen zwischen Nervenzellen, die für Lernen und Gedächtnis wie auch bei neurologischen Erkrankungen eine zentrale Rolle spielen. Mit Hilfe avancierter Technologien wie superauflösender STED-Mikroskopie, der von uns entwickelten SUSHI-Technik sowie opto-physiologischer Verfahren im lebenden Hirngewebeerforschen wir synaptische Prozesse unter physiologischen Bedingungen – präzise, interdisziplinär und translational.
Parallel zur Forschung gestalten wir die Lehre zukunftsweisend: Mit dem Projekt „Digitale Anatomie 2.0” bauen wir eine immersive, interaktive Lernumgebung auf, die klassische Präparierkurse mit digitalen Technologien verbindet. Virtuelle Seziertische (Anatomage), immersive Videoprojektionen, holographische Darstellungen, VR-Formate und eigenproduzierte 3D-Lehrvideos eröffnen unseren Studierenden neue Wege des Lernens und Verstehens – anschaulich, kliniknah und kompetenzorientiert.
Herzstück dieser Entwicklung ist der neue Digitale Anatomie Raum, der unmittelbar an den Präpariersaal angrenzt und alle digitalen Tools bündelt. Unser Ziel ist eine moderne Anatomielehre, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Begeisterung weckt – und Studierende bestmöglich auf die Anforderungen des ärztlichen und wissenschaftlichen Alltags vorbereitet.
Einbindung in den Göttinger Forschungsstandort

Prof. Valentin Nägerl – seit 2025 als Zukunft.Niedersachsen-Professor an der Universitätsmedizin Göttingen berufen – steht mit seiner Arbeitsgruppe für eine innovative, interdisziplinäre Verbindung von Anatomie, Neurowissenschaften und biophysikalischer Bildgebung. Seine Forschung an der funktionellen Mikroarchitektur des Gehirns – von der molekularen bis zur systemischen Ebene – verstärkt und erweitert die Kompetenzen und Perspektiven des Göttinger Forschungsstandorts.
Neben den Laboren am Institut für Anatomie und Zellbiologie (Kreuzbergring 36) verfügt die Arbeitsgruppe über Forschungsräume in zwei hochspezialisierten Zentren der UMG: dem Center for Bioimaging of Neurodegeneration (BIN) und dem Heart and Brain Center Göttingen (HBCG). Dort stehen modernste Technologien wie 2-Photonen- und STED-Mikroskopie, nanoSIMS, funktionelle MRT sowie Massenspektrometrie-Bildgebung zur Verfügung – ideale Voraussetzungen für interdisziplinäre Forschung an lebendem Gewebe auf höchstem methodischem Niveau.
Die Arbeitsgruppe ist eng vernetzt mit dem Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften (MPI-NAT) sowie den naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität Göttingen. Gemeinsame Projekte, geteilte Infrastruktur und die Ausbildung von Studierenden auf verschiedenen Qualifikationsstufen stärken die fächerübergreifende Zusammenarbeit. Rege Kontakte werden derzeit aufgebaut u. a. zu Forschungsgruppen in der Biophysik, Röntgenphysik, theoretischen Modellierung und maschinellen Bildanalyse, und Telnahme an zentralen Verbundprojekten wie die SFBs 1286 und TRR 274 ist vorgesehen.
Die anatomische Perspektive ermöglicht Prof. Nägerl einzigartige Beiträge zur translationalen Forschung – insbesondere durch die Kombination von bildgebenden Verfahren mit humanem Gewebe aus Körperspenden und klinischer Kooperation. Dieser Zugang verbindet sich mit modernster Infrastruktur, darunter die Zentrale Tierexperimentelle Einrichtung (ZTE), Core Facilities für Proteomics, Cell Sorting, Sequenzierung und Bildgebung sowie die Rechenressourcen der GWDG.
Diese breite institutionelle Einbindung schafft die Grundlage für wegweisende Forschung an der Schnittstelle von Struktur, Funktion und Pathophysiologie des Nervensystems – mit dem Ziel, neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu ermöglichen und die anatomische Lehre in eine neue Ära zu führen.
Funding – thank you!
Unsere Arbeit in Lehre und Forschung wird unterstützt von diesen Förderinstitutionen:





