DFG fördert Forschungsgruppe und Göttinger Anatomie ist mit dabei! 🧠💪🔬🥂
Im Nervensystem werden Informationen auf unterschiedlichen Wegen übertragen. Neben der klassischen, räumlich hochpräzisen Kommunikation zwischen Nervenzellen an Synapsen können Botenstoffe auch über die Grenzen einzelner Synapsen hinaus wirken und benachbarte Zellen und Netzwerke beeinflussen. Neuere Forschung zeigt zunehmend, wie vielfältig, dynamisch und anpassungsfähig das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Formen neuronaler Kommunikation ist.
Hier setzt die Forschungsgruppe „In und außerhalb der Synapse: Überholte Dogmen der synaptischen Signalübertragung und Neuromodulation?“ an. Sie untersucht, wie Signale innerhalb und außerhalb von Synapsen übertragen werden, wie Nervengewebe Informationen filtert, verarbeitet und in zelluläre Aktivität übersetzt und wie flexibel diese Prozesse an unterschiedliche Bedingungen angepasst werden können. Ziel ist es, etablierte Vorstellungen der synaptischen Signalübertragung kritisch zu überprüfen und so zu einem umfassenderen Verständnis der Informationsverarbeitung im Gehirn beizutragen.
Die Forschungsgruppe vereint zehn Arbeitsgruppen: Neun sind an der Universität Bonn angesiedelt, eine weitere am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin Göttingen unter der Leitung von Prof. Dr. Valentin Nägerl. Sprecher der Forschungsgruppe ist Prof. Dr. Christian Henneberger von der Universität Bonn. Die enge Zusammenarbeit verbindet komplementäre wissenschaftliche Ansätze und Methoden, um neuronale Kommunikation von der molekularen und synaptischen Ebene bis hin zu komplexeren zellulären Netzwerken zu untersuchen.